Was ist Inkontinenz?

  • Inkontinenz kann sowohl für die Betroffenen als auch für die Menschen in deren Umgebung ein nervenaufreibender Zustand sein. Der erste und wichtigste Punkt jedoch, den man beachten sollte, ist, daran zu denken, dass jedem, der unter Inkontinenz leidet, geholfen werden kann und dass viele Betroffene geheilt werden können.

  • Was ist Inkontinenz?

      Es gibt zwei verschiedene Arten der Inkontinenz:

    • Harninkontinenz -> wenn jemand keine Kontrolle über seine Blase hat.
    • Stuhl- oder Darminkontinenz -> wenn jemand keine Kontrolle über seinen Darm hat.

    Dieser Kontrollverlust kann die ganze oder die meiste Zeit vorhanden sein. Es kann sich jedoch auch um ein gelegentliches, unglückliches Auslaufen handeln. Harninkontinenz tritt bei Männern und Frauen viel häufiger auf als Stuhlinkontinenz, obwohl beide Beschwerden täglich Millionen von Menschen treffen.

  • Harninkontinenz

    Wenn Harninkontinenzprobleme bereits diagnostiziert wurden, können Sie weitere Informationen über bestimmte Beschwerden im Abschnitt Blasenprobleme finden.Wenn bisher noch keine Diagnose von einer Gesundheitsfachkraft erstellt wurde, können Ihnen die folgenden Fragen über die Symptome ein besseres Bild darüber verschaffen, wo das Problem der Person unter Ihrer Fürsorge liegt und Ihnen bei zukünftigen Gesprächen mit einer Gesundheitsfachkraft helfen.

    Blasenprobleme F&A: Beurteilung des Zustandes eines Patienten

    F: Muss er/sie dringend zur Toilette, oder ist er/sie nicht in der Lage den Harndrang aufzuhalten und die Toilette rechtzeitig zu erreichen?
    A: Es könnte sich um eine Dranginkontinenz handeln. Dieses ist ein Zustand, bei dem der Drang Wasser zu lassen so schnell aufkommen kann, dass man nicht mehr genug Zeit hat, um zur Toilette zu gehen. Wenn man unter einer Dranginkontinenz leidet, kann, nachdem man den ersten Harndrang gespürt hat, auf dem Wege zur Toilette oder sofort Urin auslaufen. Manche Menschen spüren beim Geräusch von fließendem Wasser oder wenn der Schlüssel in die Haustür gesteckt wird einen erhöhten Harndrang.

    F: Verliert er/sie Urin, wenn er/sie niest oder sich sportlich betätigt?
    A: Es könnte sich um eine Stressinkontinenz handeln. Der Verlust von kleinen Mengen Urin, wenn man hustet, niest, lacht oder Sport treibt, kann bei schwachen Beckenbodenmuskeln vorkommen. Diese Art des Harnverlustes wird Stressinkontinenz genannt. Sie kommt häufiger bei Frauen vor, da die Beckenbodenmuskulatur in der Schwangerschaft, bei der Geburt und in den Wechseljahren schwächer wird. Männer können an dieser Form der Inkontinenz leiden, nachdem sie an der Prostata operiert wurden.

    F: Muss er/sie oft zur Toilette, ist jedoch dann nur in der Lage jeweils kleine Mengen von Urin auszuscheiden?
    A: Es könnte sich um eine Überlaufblase handeln. Wenn die Blase nicht in der Lage ist sich ganz zu leeren, spricht man von einer Überlaufblase. Andere medizinische Beschwerden können eine Obstruktion (Verschluss eines Hohlorgans) verursachen, durch die sich die Blase nicht ganz leeren kann, so dass zu wenig Platz für die Aufnahme neuen Urins bleibt. Das Ergebnis sind häufige Toilettengänge, um kleinere Urinmengen auszuscheiden. Manche Personen mit einer unzureichenden Blasenentleerung spüren zudem ein konstantes Austropfen von Urin, das sie nicht unterdrücken können. Sie haben das Gefühl, dass ihre Blase nie ganz leer ist.

    F: Leidet er/sie an einer Mischung aus den oben genannten Symptomen?
    A: Es könnte sich um eine Mischinkontinenz handeln. Diese kommt vor, wenn mehr als eine Inkontinenzart vorliegt, z.B. Auslaufen von Urin, wenn man hustet und niest, jedoch auch dringend zur Toilette muss und oftmals bereits vorher Wasser lässt, bevor man diese erreichen konnte.

    F: Muss er/sie mehrmals nachts zur Toilette?
    A: Es könnte sich um eine Nykturie (nächtliche Blasenschwäche) handeln. Bei einer Nykturie muss man nachts mehrmals zur Toilette. Dieses kann viele Ursachen haben. Auch wenn die Symptome relativ harmlos sind, handelt es sich um eine ernst zu nehmende Beschwerde, da man möglicherweise nicht die nötige Menge an Schlaf bekommt.

  • Stuhlinkontinenz

    Wenn Stuhlinkontinenzprobleme bereits diagnostiziert wurden, können Sie weitere Informationen über bestimmte Beschwerden im Abschnitt Darmprobleme finden. Wenn bisher noch keine Diagnose von einer Gesundheitsfachkraft erstellt wurde, können Ihnen die folgenden Fragen über die Symptome ein besseres Bild darüber verschaffen, wo das Problem der Person unter Ihrer Fürsorge liegt und Ihnen bei zukünftigen Gesprächen mit einer Gesundheitsfachkraft helfen.

    Darmprobleme F&A: Beurteilung des Zustandes eines Patienten

    F: Verliert er/sie Stuhl, ohne dass er/sie es merkt?
    A: Es könnte sich um eine Stuhl- oder Darminkontinenz handeln. Dabei handelt es sich um die Unfähigkeit Darmbewegungen zu kontrollieren, was dazu führen kann, dass Stuhl unkontrolliert austreten kann. Einige Menschen verlieren nur eine kleine Menge, wenn Sie beispielsweise einen Wind lassen, während andere absolut keine Stuhlkontrolle besitzen. Dieses kann die Lebensqualität, die Selbstachtung und das emotionale Wohlbefinden einer Person erheblich einschränken.


    Nochmals: Der wichtigste Punkt, den Sie sich merken sollten, ist, dass jeder Person mit Inkontinenz, sei es Harn- oder Stuhlinkontinenz, geholfen werden kann und manche sogar komplett geheilt werden können. Lesen Sie hier was Sie tun können, um einer Person, die unter Ihrer Fürsorge steht, zu helfen oder wo Sie die nötige Hilfe finden.

 > Zurück

Produkt-Finder

Ich bin ein Betreuer.

Referenzen

  • Pflege der Mutter
    Pflege der Mutter
    Hallo, ich bin Elisabeth und lebe mit meiner 72-jährigen Mutter in einem kleinen Reihenhaus...  > Lesen Sie mehr
  • Pflege der Tochter
    Pflege der Tochter
    Ich bin Marie, die Mutter eines 15 Jahre alten Mädchens, das seit dem Alter von 5 Jahren...  > Lesen Sie mehr
  • Pflege des Vaters
    Pflege des Vaters
    Hi, ich bin Anne, eine 50-jährige Hausfrau. Mein verwitweter Vater hat für ...  > Lesen Sie mehr

Sie könnten eventuell auch interessiert sein an: